Für Einrichtungen und Unternehmen
Gewaltprävention für Mitarbeitende
Handlungssicherheit bei Aggressionen, Bedrohungen und kritischen Situationen im Berufsalltag.
Aggressives Verhalten, Bedrohungen und körperliche Übergriffe können Mitarbeitende in Behörden, Kliniken, sozialen Einrichtungen und Unternehmen vor besondere Herausforderungen stellen. Entscheidend ist, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen, die eigene Handlungsfähigkeit zu erhalten und in kritischen Situationen angemessen zu reagieren.
Das SAFE-Gewaltpräventionskonzept verbindet psychologische Grundlagen, praktische Handlungsmöglichkeiten und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen. Die Fortbildungen werden bundesweit als Inhouse-Schulungen durchgeführt und auf die konkreten Anforderungen der jeweiligen Einrichtung abgestimmt.
Das SAFE-Gewaltpräventionskonzept: Wahrnehmen, entscheiden, sicher handeln
Gewaltprävention beginnt nicht erst, wenn eine Situation eskaliert. Mitarbeitende müssen erkennen können, wann sich eine Situation verändert, welche Risiken entstehen und welche Handlungsmöglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen.
Das SAFE-Konzept vermittelt dafür einen strukturierten Handlungsansatz:
- Wahrnehmen: Veränderungen im Verhalten erkennen und mögliche Gefährdungen einschätzen.
- Selbststabilisierung: Eigene Stressreaktionen regulieren und unter Belastung handlungsfähig bleiben.
- Verstehen: Aggressives Verhalten und situative Auslöser einordnen.
- Entscheiden: Unterstützung anbieten, weitervermitteln oder klare Grenzen setzen.
- Absichern: Unterstützung organisieren, Gespräche rechtzeitig abbrechen und sichere Rückzugsmöglichkeiten nutzen.
Ergänzend werden praktische Maßnahmen zur persönlichen Sicherheit und körperlichen Eigensicherung vermittelt.
Deeskalation und Selbststabilisierung bei Aggressionen
Wenn Menschen schreien, drohen oder stark erregt sind, können zusätzliche Reize eine Eskalation verstärken. Die eigene Stimme, Körpersprache, Sprechgeschwindigkeit und räumliche Positionierung beeinflussen den weiteren Verlauf.
Die Teilnehmenden lernen, durch ruhiges und kontrolliertes Verhalten zusätzliche Eskalationsreize zu vermeiden, geeignete Gesprächsmomente zu erkennen und die eigene Sicherheit im Blick zu behalten.
Dabei wird auch der Umgang mit hochaggressiven Personen sowie mit Aggressionen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss berücksichtigt.
Gewaltprävention in konkreten Arbeitssituationen
Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Arbeitsplatz. Deshalb orientieren sich die Schulungen an den tatsächlichen Gefährdungssituationen der Mitarbeitenden.
- Empfang und Eingangsbereiche: Umgang mit aggressiven Besuchern, sichere Positionierung, Grenzen setzen und Unterstützung anfordern.
- Beratungs- und Gesprächsräume: Gefährdungen erkennen, Sicherheitsabstände einhalten, Gespräche abbrechen und auf blockierte Ausgänge reagieren.
- Hausbesuche und Außendienst: Risiken vorab einschätzen, sichere Positionierung in fremden Räumlichkeiten, Rückzug und Alarmierung.
- Begleitungen und Außentermine: Verhalten bei Eskalationen, Einschätzung der Umgebung und rechtzeitige Organisation von Unterstützung.
Persönliche Sicherheit und körperliche Eigensicherung
Nicht jede bedrohliche Situation lässt sich kommunikativ lösen. Wenn die persönliche Sicherheit gefährdet ist, stehen der Schutz der eigenen Person und der sichere Rückzug im Vordergrund.
Das SAFE-Konzept vermittelt einfache, praxisorientierte Schutzmaßnahmen, die sich in den beruflichen Alltag integrieren lassen.
Dazu gehören Sicherheitsabstände, Schutzpositionen, sichere Bewegung im Raum, das Lösen aus einfachen Festhaltesituationen und die Nutzung räumlicher Barrieren.
Ziel ist es, körperliche Auseinandersetzungen möglichst zu vermeiden und gefährliche Situationen sicher verlassen zu können.
Sicherheitsorganisation und Notfallmanagement
Neben dem persönlichen Verhalten sind klare organisatorische Abläufe entscheidend. Mitarbeitende müssen wissen, wie sie Unterstützung erhalten und welche Maßnahmen bei akuten Bedrohungen vorgesehen sind.
Die Fortbildung berücksichtigt deshalb vorhandene Alarmierungswege, interne Zuständigkeiten, Notrufverfahren, Rückzugsmöglichkeiten sowie die Dokumentation und Nachsorge nach belastenden Vorfällen.
Bereits bestehende Sicherheits- und Gewaltschutzkonzepte können in die Schulung einbezogen und auf ihre praktische Umsetzbarkeit betrachtet werden.
Praxisorientierte Gewaltprävention statt Standardschulung
Jede Einrichtung hat unterschiedliche Arbeitsbedingungen, Aufgaben und Gefährdungssituationen. Deshalb werden die konkreten Anforderungen bereits vor der Fortbildung erfasst.
Die Erfahrungen der Mitarbeitenden, bisherige Vorfälle und vorhandene Sicherheitsmaßnahmen bilden die Grundlage für die inhaltliche Gestaltung.
Das Ziel ist nicht die Vermittlung pauschaler Verhaltensregeln, sondern die Entwicklung konkreter Handlungsmöglichkeiten, die auch unter Stress und in schwierigen Situationen anwendbar bleiben.
Für welche Einrichtungen eignet sich die Fortbildung?
Die SAFE-Gewaltprävention richtet sich insbesondere an Behörden und Verwaltungen, Jugendämter, soziale und psychosoziale Einrichtungen, Beratungsstellen, Kliniken, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Unternehmen mit Kunden- und Besucherkontakt.
Die Schulungen werden bundesweit als bedarfsorientierte Inhouse-Fortbildungen angeboten. Dauer, Schwerpunkte und praktische Übungsanteile werden individuell abgestimmt.
Mehr Handlungssicherheit, mehr Mitarbeiterschutz und klare Entscheidungen in kritischen Situationen.
Schildern Sie uns Ihre Anforderungen und die besonderen Herausforderungen Ihrer Einrichtung. Gemeinsam entwickeln wir eine Fortbildung, die zu Ihren tatsächlichen Arbeitsbedingungen passt.
