
Erfahrung, die aus der Praxis kommt
SAFE Aggressionsmanagement ist nicht am Schreibtisch entstanden. Das Konzept ist das Ergebnis langjähriger praktischer Arbeit mit Aggression, Eskalation, Konflikten und herausfordernden Situationen.
Seit rund 20 Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie Menschen auch unter hoher emotionaler Belastung handlungsfähig bleiben können. In dieser Zeit habe ich mit Mitarbeitenden aus Behörden, Kliniken, sozialen Einrichtungen, Justiz, Bildung und weiteren Arbeitsfeldern gearbeitet, in denen Konflikte und aggressive Verhaltensweisen zum beruflichen Alltag gehören können.
Dabei habe ich hunderte Deeskalations-, Aggressionsmanagement- und Anti-Aggressionstrainings durchgeführt und Fachkräfte sowie Trainerinnen und Trainer aus unterschiedlichen Berufsgruppen in ganz Deutschland ausgebildet.
Warum ich SAFE entwickelt habe
Im Laufe meiner Arbeit habe ich verschiedene bestehende Ansätze und Ausbildungen kennengelernt. Gleichzeitig wurde für mich immer deutlicher, dass zwischen theoretischem Wissen und dem tatsächlichen Handeln in einer eskalierenden Situation eine entscheidende Lücke bestehen kann.
Denn eine Situation verläuft selten nach Lehrbuch.
Menschen können massiv frustriert, emotional aufgeladen, alkoholisiert, unter Drogeneinfluss oder psychisch stark belastet sein. Kommunikation kann funktionieren , sie kann aber auch an einen Punkt gelangen, an dem sie allein nicht mehr ausreicht.
Gleichzeitig geschieht Eskalation nicht nur beim Gegenüber. Auch die eigene Reaktion verändert sich: Anspannung steigt, Wahrnehmung verengt sich, Unsicherheit oder Angst entstehen und Entscheidungen müssen teilweise innerhalb weniger Sekunden getroffen werden.
Genau an diesem Punkt setzt meine Arbeit an.
Mir geht es nicht darum, möglichst viele Gesprächstechniken zu vermitteln. Menschen müssen verstehen, was gerade passiert, wie sich eine Situation entwickelt und welche Handlung jetzt angemessen ist.
Daraus entstand ein praxisorientierter Ansatz, der Wahrnehmung, Kommunikation, Grenzsetzung, Selbststeuerung und Eigensicherung miteinander verbindet.
Deeskalation endet nicht bei Kommunikation
Professionelle Deeskalation bedeutet für mich nicht, jedes Problem durch ein Gespräch lösen zu müssen.
Kommunikation ist ein wesentliches Werkzeug – aber nicht das einzige.
Wer professionell mit starken Emotionen und Aggression arbeitet, muss erkennen können, wann Kommunikation sinnvoll ist, wann Grenzen gesetzt werden müssen und wann die eigene Sicherheit oder die Sicherheit anderer Vorrang bekommt.
Deshalb vermittle ich keine starren Gesprächsschemata. Ich vermittle Handlungskompetenz:
Erkennen – Stabilisieren – Kommunizieren – Eigensicherung.
Diese Logik bildet heute die Grundlage meiner Deeskalationstrainings und der Ausbildung von Deeskalationstrainerinnen und Deeskalationstrainern.
Aggression verstehen, bevor sie zum Problem wird
Ein zweiter Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Arbeit mit aggressivem Verhalten selbst.
Aus meiner Tätigkeit und insbesondere aus Anforderungen im Umfeld von Justiz und Bewährungshilfe entwickelte sich ein Ansatz, der nicht ausschließlich auf bereits begangene Gewalthandlungen schaut.
Mich interessiert vor allem die Frage:
Warum entwickelt ein Mensch bestimmte aggressive Reaktions- und Handlungsmuster – und was muss sich verändern, damit er künftig anders handeln kann?
Dabei betrachte ich Aggression nicht eindimensional. Psychologische Prozesse, biografische Erfahrungen, soziale Einflüsse, erlernte Bewältigungsstrategien, Substanzkonsum und gegebenenfalls bereits erfolgte Straftaten können miteinander zusammenhängen.
Deshalb verbindet meine Arbeit Ursachenanalyse, Verantwortungsübernahme, Verhaltensänderung und konkrete Rückfallprävention.
Wissen weitergeben, das in der Realität funktioniert
Heute arbeite ich nicht nur unmittelbar mit Teilnehmenden und Organisationen. Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit besteht darin, andere Fachkräfte zu qualifizieren.
Über die SAFE Akademie bilde ich Menschen darin aus, Deeskalation, Aggressionsmanagement und den professionellen Umgang mit herausfordernden Situationen selbstständig und praxisnah zu vermitteln.
Dabei ist mir eines besonders wichtig:
Wer andere Menschen auf schwierige Situationen vorbereitet, sollte nicht nur Methoden kennen. Er muss verstehen, warum sie funktionieren – und wo ihre Grenzen liegen.
Genau dafür steht meine Arbeit.
